Im Yoga wird der Körper als Tempel der Erfahrung gesehen: Yoga ist Entwicklung, Yoga ist ein Zustand der Erkenntnis. Innere wie äußere Reinheit stellt einen essentiellen Teil des yogischen Wegs dar. So liegt es nahe, dass wir in der Praxis über unseren Körpertempel uns selbst immer besser kennenlernen. Auch klare Gedanken, Unterscheidungsfähigkeit, eine passende Umgebung gehören im Yoga zur reinen, puren Lebensweise.

Und es geht um das Integrieren – unserer Intuition, unserer Gefühle, Gedanken und Handlungen. Beobachte Dich, beispielsweise während der Yogapraxis oder beim Essen und auch im Anschluss. Stelle Dir dabei die folgenden Fragen: Wie fühlt sich mein Körper an? Wie spüre ich meine Emotionen? Wie spüre ich meine Gedanken, meinen Geist?

Gezielte DETOX YOGA PRAXIS fokussiert auf die drei Grundpfeiler Körper, Geist und Seele. So oft schon haben wir diesen Dreiklang gehört, und doch lohnt es sich immer wieder neu darauf zu schauen, zu reflektieren, wie es jetzt auf diesen Ebenen bei mir aussieht. So habe ich die Möglichkeit, Veränderung unmittelbar wahrzunehmen, sie zu beobachten, zu registrieren, und anschließend zu integrieren.

Immer wieder betonen wir in der DETOX YOGA PRAXIS die Ausatmung: Das verlängert Ausatmen kann einen Prozess des Loslassen einleiten helfen und unterstützen, indem beispielsweise gedeckelte Gefühle in Fluss kommen. Gleichzeitig stimulieren wir die vermehrte Ausscheidung von Stoffwechselendprodukten, nicht nur über die Lunge. Das ist im Detox Yoga generell die Idee: natürliche Reinigungsvorgänge im Körper zu intensivieren, die Ausscheidungswege zu öffnen und zu beleben. Dabei hilft uns über entsprechenden Asanas das Komprimieren und Wiederaufdehnen unterschiedlicher Körperbereiche und Organstrukturen. So trägt im Ergebnis regelmäßige Praxis zur leichteren Bewältigung beruflicher und persönlicher Herausforderungen bei.

Das längere und intensivere Eintauchen ins DETOX während eines Reinigungsseminars hilft gezielt dabei, aus der Alltagsspirale herauszukommen, sich diszipliniert auf der Handlungsebene zu spüren. Die mehrtägige Praxis ist eine gute Plattform für direkte, individuelle Rückmeldungen und kann deshalb ein sehr guter Einstieg sein.

Parallel hilft die geistige Auseinandersetzung mit dem Thema: Es gibt mittlerweile ein breitgefächertes Literaturangebot zum Thema Ganzheitliches Entgiften – unter anderen zwei Titel von mir, erschienen 2015 und 2016 im BLV Buchverlag.

Ich selbst mache die Erfahrung, dass mir eine weitgehend pflanzliche und glutenfreie Ernährung enorm gut bekommt. Sie versorgt mich mit einem Maß von Energie, von dem ich nicht ahnte, dass es mir zur Verfügung stehen kann. Außerdem habe ich davor lange den Einfluss auf die Klarheit meiner Gedanken diesbezüglich unterschätzt: Sie nahm nach der Umstellung meiner Ernährung massiv zu. Entscheidend ist aus meiner Sicht auf dieser Ebene zum einen was wir aufnehmen – und genauso was und wie wir ausscheiden. Eine hilfreiche Frage kann lauten: Wie geht es mir, wenn ich meine Ernährung gezielt verändere –  sowohl auf der Nahrungsebene und, um ganzheitlich zu bleiben, selbstverständlich auch emotional und gedanklich. Beobachte, registriere, integriere!

Meine generelle Empfehlung lautet:  Schaffe Dir eine gute Balance in Deinem Leben. Durch wertvolle Ernährung, regelmäßige Bewegung und einen an Deine Lebensweise angepassten Tagesrhythmus. Deine Offenheit für ein gesundes Ausprobieren von Neuem kann Dir eine große Verbesserung der Lebensqualität bringen. Sorge regelmäßig für tiefe Entspannung – auch außerhalb der Schlafenszeit. Und schau Dir Deine aktuellen Lebensthemen an. Auf einer derart stabilen Basis dürfen dann gelegentlich auch einmal alle Regeln aussetzen, was auch immer das für jede(n) Einzelne(n) heißt. Wenn wir die Summe unseres Lebens genießen und voller Freude annehmen können, ist unser Gleichgewicht gut eingestellt, dann sind wir in Balance.

 

Fotocredit: Barbara Heiner beim Detox Yoga in Nordindien, am Oberlauf des Ganges, im März 2016 (JG Schnabel Fotografie)


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